Gartenschauen 2012
Artefakte aus der Zucker-Ära
Die Gartenschau im ostsächsischen Löbau gilt als vielversprechendes Konversionsprojekt. Zucker- und Textilfabriken haben auf dem Gelände tiefe Spuren hinterlassen. Die Industrierelikte sind Teil des neuen Parks. Von Juliane Schneegans
Wer Fischpass sagt, muss auch Gartenschau sagen
Die Unesco-Weltkulturerbe-Stadt Bamberg erhofft sich von der diesjährigen Landesgartenschau neue Impulse für ihr Stadtgrün. Durch eine Insel zwischen Main-Donau-Kanal und Regnitz, das ehemalige Gelände der Erba-Baumwollfabrik, führt nun ein 1 200 Meter langer Fischpass. Dieser ist nicht nur bei Fischen beliebt. Von Thomas Armonat
Kamele im Schwarzwald
Eigentlich wäre Nagold erst 2014 mit der baden-württembergischen Landesgartenschau dran gewesen. Doch man tauschte mit Schwäbisch Gmünd. Hektisch wurden die Planungen deshalb aber nicht. Im Gegenteil: Angesichts der gerade mal 16 Hektar Ausstellungsfläche musste man sich in Zurückhaltung üben. Von Thomas Jakob
Sammelsurium aus aller Welt
Die Floriade in Venlo wird der grenznahen niederländischen Provinz Limburg viel Aufmerksamkeit bringen. Doch mit mittelmäßiger Gestaltung setzt sie nur wenig planerische Akzente. Von Juliane Pegels
Weniger schädlich reicht nicht
Als erste Region weltweit orientiert sich die Region Venlo bei der künftigen Gebietsentwicklung an den Grundsätzen und Zielen des Cradle-to-Cradle-Design-Konzepts „Von der Wiege bis zur Wiege”. Auch die Floriade 2012 wurde nach diesen Prinzipien gebaut. Thomas Armonat sprach mit dem Chemiker Michael Braungart über Venlo, die Floriade und das von ihm maßgeblich entwickelte Cradle-to-Cradle-Design-Konzept.
Von Bildstörungen zu neuen Formaten
Das Kunstprojekt „raumsichten“ an der deutsch-niederländischen Grenze verbindet Kunst und Regionalplanung. Die Künstler agieren in der Landschaft als Störenfriede, Vermittler oder als Verbündete bei der Umsetzung von Landschaftsvisionen. Von Lucia Grosse-Bächle und Stefanie Krebs
Rheinische Welt-Ausstellung
Seit dem Jahr 2000 möchte Nordrhein-Westfalen mit Regionalen Projekte und Prozesse anstoßen. Im vergangenen Sommer ging die Regionale 2010 im Raum Köln-Bonn mit einer „Rheinischen Weltausstellung“ offiziell zu Ende. Sie hat die Region verändert. Von Juliane Pegels
125 Jahre DGGL – 12 Jahrzehnte Garten + Landschaft
Deutsche Landschaften im Osten und das große Schweigen
Die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) gibt die Zeitschrift Garten + Landschaft heraus, die im 122. Jahrgang erscheint. Anlässlich des 125-jährigen Bestehens der DGGL nutzen wir die Chance, in den Ausgaben vergangener Jahrzehnte nachzuschlagen. Ideologische Verblendung machte in den 1940er-Jahren auch vor der Garten-kunst nicht halt. Wüste Beschimpfungen auf die Kriegsgegner gingen einher mit Allmachtsphantasien einer Neugestaltung der eroberten Gebiete in Polen und Russland. Nach dem Krieg hingegen wurde diese Zeit mit keinem Wort erwähnt, wie Thomas Jakob beim Durchlesen der 1940er-Jahrgänge feststellen musste.



