Wir müssen mit Ökobilanzen und Lebenszykluskosten arbeiten
Das Berliner Büro LA.BAR Landschaftsarchitekten und das Fachgebiet Landschaftsbau-Objektbau der TU Berlin haben im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, BBSR, einen „Leitfaden Nachhaltiges Bauen Außenanlagen“ entwickelt. Nun sollen die 27 erstellten Kriteriensteckbriefe auf Praxistauglichkeit überprüft werden. Thomas Jakob befragte Eike Richter, Mitinhaber des Büros LA.BAR, zur Nachhaltigkeit von Außenanlagen.
Mehr Mut zur Pflanze
Leere öffentliche Kassen, stringente Regelwerke sowie die Ehrfurcht vieler Landschaftsarchitekten vor der Pflanze führen zu vorgefertigten Staudenmischungen für minimalen Pflegeaufwand. Ein selbstbewusster Umgang mit dem Bauherren und artenreiche, standortgerechte Pflanzungen sind aber langfristig vielversprechender – auch für den Berufsstand. Von Mark Krieger
Staudenmischpflanzungen im Baukastensystem
Die klassische Pflanzenverwendung ist eine Nischendisziplin. Deshalb greifen viele Landschaftsarchitekten und Kommunen auf standardisierte Pflanzkonzepte zurück. Gut 30 erprobte Staudenmischungen gibt es auf dem Markt, die überwiegend aus stresstoleranten Arten bestehen. Sie erleichtern den Kommunen zwar die Grünflächenpflege, ganz ohne Kenntnis der Ansprüche und Wuchseigenschaften dieser Pflanzengesellschaften sind aber auch diese nicht zu erhalten. Von Cassian Schmidt
Dem Öffentlichen Grün den Boden bereiten
In Mannheim hat man gute Erfahrungen mit Staudenmischpflanzungen gemacht. Voraussetzung war, dass der Boden entsprechend vorbereitet wurde. Die Stadt hat deshalb ein eigenes Substrat entwickelt. Nun macht sie sich daran, die Staudenmischungen weiterzuentwickeln. Von Thomas Lehner
Standortgerechte Strategien für Staudenpflanzungen
In Frankfurt am Main testet das Grünflächenamt drei Formen von Staudenpflanzungen, die unterschiedlich aufwendig geplant und gepflegt werden. Je nachdem wie repräsentativ der Standort ist, sind individuell geplante Pflanzungen oder extensiv zu pflegende Staudenmischungen die beste Wahl. Von Renate Friedrich
Panoramastraße statt grüner Tunnel
Die Autobahn A42 durch das Ruhrgebiet soll zur Parkautobahn des Emscher Landschaftsparks werden. Ausblicke in die industriell geprägte Landschaft und ein nachhaltiger Vegetationsaufbau entlang der Fahrbahn setzen aber nicht nur neue Pflegekonzepte voraus. In einem langfristig angelegten Prozess wird Neues erprobt und über die Arbeit in Netzwerken die Pflege gesichert. Von Hans-Peter Rohler und Harald Fritz
Anforderungen an ein leistungsfähiges Freiflächenmanagement
Mit einem leistungsfähigen Freiflächenmanagement lässt sich öffentliches wie privates Grün professionell bewirtschaften. Abläufe beim Bau und der Pflege werden transparent dargestellt, die Qualität der Freiflächen steigt, die Kosten sinken. Voraussetzung ist allerdings eine gute Datengrundlage. Von Detlev Emkes
Werterhaltende Investitionen statt Kostendruck
Wissenschaftler der Hochschule Wädenswil haben zusammen mit einem Beratungsunternehmen und einem Datenbankentwickler eine Software entwickelt, mit der sich die Kosten einzelner Freiraumelemente über den gesamten Lebenszyklus kalkulieren lassen. Profitieren können von der Software sowohl Landschaftsarchitekten als auch Kommunen. Von Florian Brack
Spenden für den Bürgerpark
Seit 146 Jahren verwaltet und pflegt der Bürgerparkverein Bremen den 200 Hektar großen Bürgerpark in Bremen. Das Geld dafür stammt ausschließlich aus Spenden, Schenkungen und Pachteinnahmen. Dieses bürgerschaftliche Engagement ist einmalig in Deutschland. Von Thomas Jakob



